Ein Bild aus dem Jahr 2000

Siehe da, beim Durchstöbern meines Bildarchivs bin ich gerade über ein altes Foto gestolpert, das ich 1998 oder 1999 im Jahr 2000 (gerade geprüft) gemacht habe (noch nicht mit Digitalkamera und durch Glasscheibe). Damals hatte ich im “Plaza Büro Center” im 22. OG gesessen. So hieß ehemals der Büroteil des Westend Gate. So lange ist das schon wieder her. Komme mir gerade so alt vor.

Frankfurt am Main ca. 1998

Manche Fans sind die schlimmsten

Ich betreibe neben diesem Blog ja auch schon seit vielen Jahren die Webseite Kitaro House. Gerade heute hatte ich eine kleine Diskussion mit einem Kitaro-Fan, der mir auf die Nerven ging. Hintergrund war, dass er bei Youtube ein Lied von Kitaro eingestellt und in der Beschreibung einen Text von meiner Seite reinkopiert hatte. Ich hätte ja auch nichts dagegen, allerdings wäre ich gerne vorab gefragt worden oder wenigstens einen Link auf meine Seite hätte er ja einbauen können. War aber beides nicht. Jedenfalls habe ich ihn angeschrieben und darauf hingewiesen. Er stellte sich erst dumm an, wusste angeblich nicht, wie er mich hätte kontaktieren können (und Links auf Webseiten konnte er wohl auch nicht machen). Nachdem ich diese Einwände weggewischt hatte, versuchte von sich abzulenken, in dem er mich kritisierte: ich würde auf meiner Webseite negative Dinge über Lieder von Kitaro schreiben. Das wäre nicht so gut. Man solle doch besser nur schreiben, wenn man Dinge mag und die negativen Sachen weglassen, weil die Leute eben nur die positiven Dinge aufnehmen sollten -> besser hätte es ein Vertreter von Kitaro’s Plattenfirma auch nicht schreiben können.
Und überhaupt, Kitaro wäre für manche Leute ein Held (klar, Helden kritisiert man nicht) und ich solle doch die Alben tiefergehend diskutieren – so könnte meine Webseite auch besser werden. Ja, sicher. Meine Kitaro-Page besteht in ihren Ursprüngen seit 1998 und ist die umfangreichste private Webseite über Kitaro. Viele Wikipedia-Einträge über Kitaro bestanden am Anfang fast nur aus kopierten Absätzen von meiner Webseite. Aber ich muss es anders machen, weil es einem Typen, dessen Hauptleistung im unautorisierten Kopieren von fremden Inhalten liegt, so nicht gefällt.
Manchmal gehen mir solche Sachen auf den Sack und ich würde am liebsten einfach alles löschen. Dann wiederum sage ich mir, dass es ja auch andere gibt. Die meisten sagen zwar nichts, sondern konsumieren nur. Aber ab und zu (alle paar Jahre mal) macht sich jemand auf und schreibt ein paar nette Zeilen und dann freut man sich und hat wieder genug Energie getankt, um auch weiterhin das ganze am Laufen zu halten.

Wie im Nebelwald – nur noch schlimmer

Es gibt Menschen, die halten die Evolution für Unsinn. Menschen sind keine Tiere, sondern irgendwas anderes, höheres. Dabei muss man nur mal um sich gucken und stellt fest, dass wir uns keinen Deut besser benehmen als Affen im Nebelwald: sei es in der Politik, wo sich Alpha-Männchen auf die Brust trommeln und Leitfiguren sein wollen; sei es in Firmen, wo sich manche Chefs die Königreiche abstecken und Budget-Runden zu Wegbeiß-Wettbewerben verkommen; sei es in der Nachbarschaft, wo wir unsere Reviere markieren und misstrauisch jeden Fremden beäugen, der vor unserem Haus auf- und abgeht. Überall finden sich Verhaltensweisen, wie wir sie auch bei Tieren finden.
Was sagt das nun über uns aus? Zum einen, dass wir uns maßlos überschätzen. Zum anderen, dass wir nicht gerade schlau sind. Denn immerhin können wir über unsere Situation nachdenken und daraus Konsequenzen ableiten. Zumindest sind wir geistig dazu in der Lage. Tun wir es denn auch? In der Regel nur bis zum nächsten Tal, was danach kommt, interessiert uns nicht mehr. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich überall auf der Welt Alpha-Männchen um Dinge streiten, die immer nur bestimmte Täler betreffen, aber nie die großen Dinge im Fokus haben? Präsidenten und Militärs streiten sich um lokalen Dinge, aber wie man z.B. das globale Überleben der Spezies Mensch im Falle eines Supervulkan-Ausbruchs sichern könnte oder was zu tun wäre, wenn ein großer Meteorit Kurs auf die Erde nimmt, das überlassen wir lieber den Fantasien von Drehbuchautoren. Dabei machen globale Katastrophen nicht vor Ländergrenzen halt, sondern sie betreffen uns alle. Aber wahrscheinlich würden wir selbst nicht dann zusammenarbeiten, sondern würden uns eher gegenseitig erschießen. Hauptsache, die anderen bekommen nicht mehr ab. Futterneid bis zur Gefährdung der eigenen Art. Traurig ist das. Aber so ist das Tier Mensch nun mal.

Baum – Winter – Sonne

Baum_Winter_Sonne