The Little Fete

I take a bottle of wine and
I go to drink it among the flowers

We are allways three…
counting my shadow and
my friend the shimmering moon

Happily the moon knows nothing of drinking,
and my shadow is never thirsty

When I sing, the moon listens to me in silence.
When I dance, my shadow dances too.

After all festivities the guests must depart.
This sadness I do not know. When I go home,
the moon goes with me and my shadow follows me.

Aus: The little Fete von Vangelis, Album “China”.
Der Text basiert auf dem Gedicht “Gelage im Mondschein” von Lǐ Bái.

Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!

Bei gutem Essen möchte man am liebsten platzen, bei schlechtem Essen am liebsten hungern.
(angeblich ein chinesisches Sprichwort, kennt aber nicht jeder)

Meine Frau wollte unbedingt eine Küchenmaschine haben. Sie hatte letztens Jiǎozi (餃子) machen wollen und obwohl sie die schon mal gut ohne elektrischen Helferlein hinbekommen hatte, war der Teig dieses Mal zu dick und sie nicht zufrieden. Und eine unzufriedene Frau im Haus ist ganz schlecht. Also hat sie nun eine Küchenmaschine, die ihr das Teigkneten abnimmt. Und ein erneuter Versuch, der schon mal besser als der Vorgänger war.

Also gab es am letzten Samstag

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gedämpfte Teigtaschen (Jiǎozi) mit Schweinefleisch/Weißkohl-Füllung und

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eine wunderbare selbstgemachte sauer-scharfe Suppe mit Senfgemüse, Pilzen und Tofu (mein Fehler: ich habe die Suppe vor dem Fotografieren nicht umgerührt, daher sieht man fast nur Tofu und den Rest nicht).

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Da noch Teig und Fleisch übrig war, wurde noch ein gefüllter Fladen probiert. Allerdings war der Teig eindeutig zu dick. In Sojasosse getunkt war er trotzdem essbar, für einen ersten Versuch also gar nicht mal so schlecht.

Da meine Frau recht viel Jiǎozi gemacht hatte (kann man gut einfrieren, zuviel gibt es also eigentlich nicht) und ich nichts für den Sonntag geplant hatte, gab es einen Tag später

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gebratene Jiǎozi und

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gebratenes Rindfleisch mit Zwiebeln in Sojasosse. Zusätzlich zum Kuchen und den Mini-Madeleines mit Earl-Grey-Aroma vom Nachmittag ein echter Anschlag auf die Linie.

Schwarz und Blau auf dem Teller

Die japanische Küche gilt nicht nur als eine der besten der Welt. Dort gelten Sauberkeit, das exakte Arbeiten und Präzision und besonders der unverfälschte Geschmack der Speisen als wichtigste Zutaten der großen Küche. Aber man experimentiert auch und so ist es kein Wunder, wenn man dort ungewöhnliche Dinge antrifft.

Wie wäre es mit Nudeln in blauer Sosse, einem leckeren blauen Burger oder vielleicht sogar das ganze in schwarz wie die Nacht?

Vom Suchen und Finden

“Wenn jemand sucht,” sagte Siddhartha, “dann geschieht es leicht, dass sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, dass er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur immer an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist.
Suchen heißt: ein Ziel haben. Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben. Du, Ehrwürdiger, bist vielleicht in der Tat ein Sucher, denn, deinem Ziel nachstrebend, siehst du manches nicht, was nah vor deinen Augen steht.”
Quelle: Hermann Hesse, Siddhartha