Baum – Winter – Sonne

Baum_Winter_Sonne

Immer diese Vorsätze…

Ich wünsche einen guten Rutsch ins Jahr 2014 gehabt zu haben. Und, schon irgendwelche Vorsätze gefasst? Nimmt man sich meistens vor und häufig bleiben sie dann doch auf der Strecke. Warum eigentlich? Wahrscheinlich nimmt man sich Dinge vor, von deren Wichtigkeit man im Grund überzeugt ist, allerdings findet man sie irgendwie unangenehm, sonst hätte man sie ja schon erledigt. Und genau aus diesem Grund werden sie dann auch in diesem Jahr nicht erledigt. Merke: die guten Vorsätze alleine bringen nichts, wenn man sich nicht selber rankriegt und sie umsetzt. Oder man bittet den Partner oder einen guten Freund, einen doch bitte immer mal wieder freundlich zu erinnern.

In diesem Sinne habe ich mir auch was vorgenommen – hoffen wir mal, dass es nicht liegen bleibt.

Das Leben – Sinn oder Nicht-Sinn?

Viel ist bereits über den Sinn des Lebens geschrieben worden und wenn man sich mit seinem eigenen Leben auseinandersetzt, dann rennt man dieser Frage irgendwann zwangsläufig über den Weg.
Nun ist es so, dass in unserem Haushalt neben meiner Frau und mir auch noch zwei Kindlein ihren Platz haben. Das ältere Exemplar, erst vor kurzem 9 Jahre alt geworden, stellte vor kurzem diese Frage: “warum sind wir eigentlich auf der Welt? Was ist der Sinn?”. Sie hatte schon in früheren Jahren mit ähnlichen Formulierungen das Leben hinterfragt, was mich doch irgendwie stolz macht. Es gibt die Hoffnung, dass hier ein Mensch heranreift, ein ganzer Mensch und keine Kopie.
Da Versuche von meiner Seite, eine etwas breitete Diskussion zu führen, an fehlendem Wissen scheiterten (man darf von dem Alter einfach noch nicht zu viel erwarten), stellte ich die Frage, was ihrer Meinung nach denn der Sinn des Lebens sei? Die klare Antwort “Es gibt keinen Sinn”. Religiöse Eltern wären vielleicht entsetzt, würden zu irgendeinem Buch greifen und daraus zitieren, um dem Kind seine kleine Rolle in den unerklärlichen Masterplänen irgendwelcher Gottheiten näherzubringen. Andere würden vielleicht eine frühkindliche Depression diagnostizieren oder versuchen, mit Ratschlägen wie “du musst glücklich werden” oder “Arbeit wird Dir Sinn geben” die vermeintliche Leere zu füllen. Aber hilft das wirklich? Versuchen wir dann nicht einfach, unsere eigenen Vorstellungen vom Leben in das kindliche Gefäß zu kippen? Muss nicht das Kind das Leben selber erfahren und seinen eigenen Weg gehen, egal ob wir diesen Weg dann gut finden oder nicht? Jedenfalls beglückwünschte ich sie zu ihrer Meinung und sagte ihr: “wenn Deiner Meinung nach kein Sinn vorhanden ist, dann kannst Du ihn Dir ja selber geben. Das ist doch toll!”. Das sehe ich wirklich so, wie viele übernehmen einfach die Dinge, die ihnen vorgegeben werden und hinterfragen diese nie? Gehört es nicht auch zur Lebenskunst, selber zu einer Meinung zu kommen? Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man nicht zu einer völlig neuen Erkenntnis des Lebens gelangt. Aber den Weg dahin hat man selber beschritten und das ist doch schon mehr, als viele Menschen überhaupt in ihrem Leben erreichen.

Sonnenaufgang

Manchmal muss man sich anhören, dass man in der großen Stadt ja überhaupt keinen Eindruck mehr von der Natur bekommt. Und in gewisser Weise stimmt das auch. Häufig ist der Nachthimmel zu hell, um Sterne sehen zu können, Gebäude versperren den Ausblick auf die Umgebung und die Flüsse sind meistens auch nicht mehr das, was sie mal im Quellbereich waren. Manchmal aber, und diese Momente muss man aufsaugen, wenn sie kommen, da kann man auch in der Stadt die Großartigkeit der Natur bewundern. Bei uns ist es meistens der Himmel, der einen verzaubern kann. Heute morgen war es mal wieder soweit:

Sonnenaufgang3

Ich koche immer mit Wein…

Manchmal stößt man im Internet durch Zufall auf Dinge, die einem direkt gefallen. Das war letztens bei mir und diesem Blechschild der Fall, ich musste lachen und so fand es seinen Weg in unser Haus. Als wenn die Hütte nicht schon voll genug wäre…

cook_with_wine

Fans und andere Verrückte

Ich bin ein Kind der 70er Jahre, aufgewachsen mit LEGO, den “Drei Fragezeichen” (die Bücher und die CDs sammle ich heute noch), Glücksmomenten, wenn im ZDF-Ferienprogramm “Captain Future” lief – und natürlich gab es da ab und zu auch noch die “5 Freunde” von Enid Blyton. Nun sind die originalen Bücher ja schon etwas älter (also die Teile 1-21, der Rest stammt von anderen Autoren), aber es gab die TV-Serie aus dem Jahr 1978, die mich beeindruckte. Ständig dunkle Höhlen, alte Keller und immer irgendwelche Räuber und Entführer, die es zu fangen galt. Bei den “Drei Fragezeichen” gab es das natürlich auch, aber die Sachen spielten sich mangels Verfilmung alle im Kopf ab. Da es damals keine Kinderkanäle gab und die Serien nur recht selten gezeigt wurden, war das schon etwas Besonderes.

Jedenfalls hatte ich die Blu Ray Box mit allen Folgen schon seit einiger Zeit im Blick, aber nie bestellt. Gestern Nacht suchte ich noch nach ein paar zusätzlichen Infos zur Serie und stieß dabei zufällig auf ein Fan-Forum.

Nun sind mir Freaks bekannt, im realen Leben und dem Leben im Internet. Einen Internetzugang habe ich bereits seit ca. 1995 und davor habe ich mich im “realen” Leben auch mit nicht ganz alltäglichen Themen beschäftigt. Was ich immer wieder interessant finde ist die Tatsache, dass sich wildfremde Menschen aufschwingen, Deutungshoheit über Dinge und Themen zu beanspruchen, die sie selber nie erlebt haben. Konkret ging es hierbei um die Schauspielerin Michele Gallagher, die in der Fernsehserie ”5 Freunde” die Figur “George Kirrin” spielte. Es gibt Gerüchte, nach denen Michele Gallagher Ende der 1990er Jahre einen schweren Unfall hatte und später Selbstmord verübte. Das wäre zwar tragisch, aber erstmal nicht unbedingt ungewöhnlich. Doch interessanterweise gibt es eine ganze Menge Menschen, die den Tod einer ihnen eigentlich völlig unbekannten Person nicht akzeptieren können. Da wird herumspekuliert, Details von allen Seiten beleuchtet, quasi “amtliche Dokumente” verlangt, manche wittern sogar eine Verschwörung. Scharf fand ich auch die Feststellung eines Fans, dass der Motorradunfall von Michele Gallagher ja wirklich zu “George” passen würde, weil die ja auch wenig Angst hatte und sogar mit BMX-Rädern unterwegs war…

Da kann ich Schauspieler verstehen, die Abstand von ihren Fans halten. Denn wenn man nicht versteht, dass ein Schauspieler eine erdachte Rolle spielt und diese Rolle normalerweise nichts mit dem echten Leben des Schauspielers zu tun hat, dann finde ich das schon bedenklich. Ich hätte so etwas auch eigentlich nur für große Serien vermutet (Star Trek, Dallas), aber dass Menschen so an einer Kinderserie hängen, hätte ich nicht für wahrscheinlich gehalten. Nun gut, in der Kindheit wird man stark geprägt und bei manchen geht die Prägung wohl etwas zu weit  :-)

Zum Glück gucken meine beiden Monster hauptsächlich gezeichnete Serien, da braucht man wenigstens nicht zu befürchten, dass sich die beiden später mal zu viele Gedenken über das Privatleben der Schauspieler machen.

One year ago… ein Jahr wie eine Ewigkeit (Falco)

Mein letzter Eintrag an dieser Stelle liegt nun schon 1 Jahr zurück. In einem Menschenleben ist das eine doch recht lange Zeit, immerhin umfasst sie einen ganzen Jahreszeitenzyklus, Geburtstage in der Familie, Änderungen am Arbeitsplatz, usw. Daher könnte man sich fragen, warum in diesem Jahr kein Eintrag an dieser Stelle stattgefunden hat. Da muss doch irgendwas passiert sein. Die Antwort ist eigentlich recht einfach: ich fand kaum Vorgänge, die mir einen Bericht Wert gewesen wären. Nun kann man sich darüber streiten und sagen, ob Dinge wertvoll sind oder nicht solle doch besser der geneigte Leser entscheiden. Allerdings findet die Vorabauswahl ja in meinem Kopf statt und da ich eher zur Selbstkritik tendiere, halte ich im Zweifel lieber meine Klappe.

Dazu kommt die übliche Entschuldigung: die wenige Zeit, die man nach Ablauf des Arbeitsalltags noch hat und die dann aufgeteilt werden muss auf verschiedenste Dinge wie die Bespaßung und Zähmung der beiden Monster-Kinder, der Garten, Reparaturen im Haus (z.B. haben sich letztens fast zeitgleich zwei Monitore verabschiedet, wohl ein bekannter Fehler der Hintergrundbeleuchtung, da bei eBay ein Reparaturkit mit einigen elektronischen Bauteilen angeboten wird) – und dann ist da ja noch die Ehefrau, man sollte sie nicht vergessen. Im übrigen, so meine bisherige Denkweise, taugt unser Durchschnittsleben doch wohl weniger als Inhalt für “Lebenskunst”. Genau betrachtet ist das natürlich Blödsinn, denn was ist ein “Durchschnittsleben” in der heutigen Zeit? Die alten überlieferten Betrachtungen und Ansichten, wie ein Leben sein sollte, taugen immer weniger. Sie passen vielleicht noch in gewissen Kreisen, wo die Anpassung an die moderne Arbeitswelt nicht unbedingt notwendig ist. Sei es, dass man ausreichend Geld hat, sei es, dass man gar kein Geld und keine Perspektive hat. Oder wo andere Zwänge oder Weltsichten Menschen dazu bringen, sich von der Arbeitswelt abzukoppeln.

Wer aber den Notwendigkeiten des halbwegs durchschnittlichen Standardbürgers unterliegt und damit regelmäßige Überweisungen an den Vermieter oder die kreditgebende Bank tätigen muss, der ist vom Arbeitsmarkt abhängig. Und mit den von dort stammenden Anforderungen nach Flexibilität und Globalität im Arbeitsleben, die viele aus der Mittelschicht treffen, bilden sich wieder verstärkt Wünsche nach Vertrauen und Halt im Privaten zur Kompensation – die wiederum aber häufig genug in Konflikt geraten mit den Wunschbildern von Freiheit, Reichtum, permanenten Konsum bei Abwesenheit von jeglicher Verantwortung für das eigene Handeln. In diesem Spannungsfeld können eventuell Webseiten wie diese zeigen, wie andere ihr Leben meistern. Mit dieser Hoffnung im Kopf und einem Liedchen auf den Lippen sollten doch mal wieder mehr Beiträge in der Zukunft machbar sein. Denke ich.

Hitze und warum Sahneeistorte dagegen hilft

Wenn ich so auf die Auflistung meiner letzten Beiträge gucke, dann trübt sich mein Blick: 1 Beitrag im Juni, 1 im Juli. Und jetzt haben wir schon Ende August und dies ist der erste in diesem Monat. Der Niedergang des Blogs? Das eher nicht. Es gäbe genug, was niedergeschrieben verdienen würde. Zum Beispiel, dass es derzeit in Frankfurt extrem heiß ist. Ein prima Gegenmittel findet sich in der geeisten Sahnetorte meiner besseren Hälfte.

Wer jetzt neidisch guckt – Pech gehabt. Die Kalorien sind für uns bestimmt. Das Ding ist voll Sahne und Zucker und wird tatsächlich eingefroren. Es ähnelt in der Konsistenz der Bremer Schneemustorte (wer die nicht kennt: köstlich! Gibt es z.B. in der Raths-Konditiorei in Bremen), schmeckt aber natürlich anders.

Am besten läßt man so eine Eistorte leicht antauen, dann zergeht das Teil auf der Zunge. Und das beste – es kühlt natürlich. So läßt die Hitze prima ertragen. Eine andere Methode: Grillen und dazu kalte Getränke, am besten mit Freunden.

Rainy days in London

Hier nicht angekündigt, aber trotzdem gemacht – wir waren für ein paar Tage in London. Es war eine Reise, die schon länger geplant war und sie war sehr schön – auf der einen Seite. Auf der anderen Seite: wir waren mit unseren beiden Monstern dort und dann ist so eine Städtereise längt nicht so entspannend und interessant, wie man hofft. Immer mault eines der Kinder herum, es gibt Streitereien und und und. Viele Eltern dürften wissen, wovon ich spreche. Dazu kommt, dass London recht überlaufen ist mit Menschen und die U-Bahn platzmäßig nicht gerade großzügig angelegt wurde, von dem Treppauf – Treppab – Spielchen an manchen Stellen mal ganz abgesehen (was die Fortbewegung mit einem Buggy recht spaßig macht). Aber das war alles lösbar. Leider war das Wetter nicht gerade supertoll, immer wieder Regen zwischendurch. Aber besser, als wenn wir brütende Hitze gehabt hätten, dann wäre es wahrscheinlich auch nicht zum aushalten gewesen.

Jedenfalls sind wir gestern Abend wieder nach Frankfurt zurückgekehrt. In den nächsten Tagen stelle ich hier einige Bilder von unserer Reise ein, im Moment müssen erstmal die Koffer ausgeräumt werden.

Und die Jahre ziehen ins Land…

Ja, da gab es doch mal ein Lied von den Toten Hosen, das hatte allerdings mit Alkohol zu tun. Der war aber nicht der Grund für meine längere Pause bei den Artikeln hier. Es gab einfach so viel zu tun, dass ich irgendwie nicht zum Schreiben gekommen bin. Neben der Arbeit gibt es ja noch die Familie, die auch was von mir sehen möchte. Dann schießt das Unkraut im Garten nur so in die Höhe und muss daher beseitigt werden. Und dann habe ich abends viel in meinem Studio im Keller getan, da noch zahlreiche Verkabelungen ausstehen. Das alles kostet dann doch jede Menge Zeit und die Prioritäten waren dann irgendwie klar :-)

Also, ich bin wieder da! Und als kleinen Aufhänger gleich eine frohe Botschaft für alle Fans des japanischen Musikers Kitaro: ich habe bei eBay die seltene LP “Live in Budokan” für weniger als Euro 16,- (inkl. Versand) ergattern können. Das freut mich doch, Bilder von der Innenseite werden demnächst in meine Kitaro-Page einfließen.